Neue Konzepte - bessere Parties im Partykeller des AStA im VG
Seit der Gründung des AStA-Party-Kellers "Vertigo" sorgte der Laden für Schlagzeilen - meist nicht von der guten Sorte. Schon vor seiner Gründung zog der damalige AStA die Kritik vieler Fachschaften auf sich, die den Party-Keller nicht nur für eine völlig überteuerte Investition hielten. Auch das Konzept ging völlig an den Bedürfnissen der Fachschaften vorbei, die kaum eine Nutzungsmöglichkeit im Keller sahen.
Aber nicht nur deswegen war das Vertigo problematisch. Der AStA hatte es versäumt, gegenüber der Universitätsleitung einzufordern, dass weiterhin Partys in Uni-Räumen stattfinden können - die legendären VG-Parties waren damit passé.
Zuletzt wurde das Vertigo Thema, als der AStA 2010 sich einen der größten Finanzskandale, die die Studierendenschaft je gesehen hat, gestürzt hatte: Über 25.000 € waren verschwunden. Ob sie lediglich geklaut, oder systematisch in schwarze Kanäle galangt sind, ist bisher noch nicht abschließend geklärt. Jedoch ist klar, dass ein großer Teil bei Veranstaltungen im Vertigo "abhanden gekommen" ist. Eine Kombination aus "Diebstahl" und Misswirtschaft sorgten dann dafür, dass der Keller enorme Verluste auf Kosten der Studierendenschaft einfuhr.
Da Fakten nun geschaffen sind, wir es ein zurück zu Parties in Uni-Räumen so schnell nicht geben. Der neue AStA wird sich dafür weiter einsetzen, aber in der Zwischenzeit das "Vertigo" von Grund auf neu konzipieren: Das breit gefächerte Party-Angebot hat bereits dafür gesorgt, dass der Keller nicht nur keine Verluste, sondern Gewinne einfährt. Das bisher äußerst schlampige Verfahren bei der Abrechnung von Einnahmen und der Getränkeausgabe wurde überarbeitet, so dass verschwundene Gelder sofort auffallen sollten.
Vor allem aber wurde der Raum von innen in netter Atmosphäre neu gestaltet. Ein offenes Kulturplenum, an dem alle interessierten Studierenden teilnehmen können, organisiert die Parties. Um mit der Vergangenheit des "Schwindelkellers Vertigo" auch symbolisch abzuschließen, soll der Keller einen neuen Namen bekommen. In einer Stud.IP-Umfrage konnten Studierende bereits abstimmen. Sobald die rechtliche Lage geklärt ist, ob wir die Gewinner-Namen benutzen können (Stichwort: eingetragene Namen anderer Etablissements), wird der neue Name bekannt gegeben.