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Liebe Studis,

sparen ist derzeit, so scheint es, das Gebot der Stunde. Sei es, wenn es um die beinahe insolventen Länder der Europäischen Union geht, sei es bei fast jedem tagespolitischen Kommentar zur derzeitigen politischen Lage der Bundesrepublik, seien es derzeitige Überlegungen in Göttingen, ein Freibad, ein Theater und noch weitere kulturelle und soziale Einrichtungen zu schließen oder ihre Förderung erheblich zu vermindern: das Sparen scheint unvermeidlich. Als letzter Punkt schließlich lässt sich auch die Universität Göttingen selbst einreihen: An verschiedenen Fakultäten werden derzeit Diskussionen über Einsparungen und Fächerschließungen geführt – zwar derzeit noch in Kommissionen fernab der Öffentlichkeit aber dabei muss es nicht bleiben. Die Einsparungen werden dabei stets als alternativlos und gesellschaftlich nützlich dargestellt und Widerspruch nicht zur Kenntnis genommen. Doch woher kommt diese Wut zu Sparen und was folgt aus ihr? Welche Auswirkungen hat es auf eine Universität, wenn knapp die Hälfte ihrer finanziellen Mittel nicht vom Staat garantiert werden, sondern aus der Privatwirtschaft kommen? Was haben Studierende damit zu tun, wenn Zuschüsse für Nachbarschaftszentren und Kulturprojekte wegfallen? Und schließlich: Was ist das für eine Gesellschaft, in der scheinbar nur Geld das Zusammenleben bestimmt?

Diesen Fragen (und noch viel mehr) widmen wir uns im kommenden Jahr im Referat für politische Bildung des AStA Uni Göttingen. Wir sind davon überzeugt, dass all jene Punkte Studierende angehen und dass sich die gewählte Studierendenvertretung deutlich zu gesellschaftspolitischen Themen positionieren muss. In Zusammenarbeit mit anderen AStA-Referaten und (Hochschul-)Gruppen planen wir daher verschiedene Veranstaltungen zu wichtigen gesellschaftspolitischen Themen

Wenn ihr jetzt Lust bekommen habt, auch etwas zu verändern, freuen wir uns, wenn ihr auch den nächsten Schritt macht: Kommt zu unserem Treffen donnerstags um 16 Uhr im AStA (Goßlerstr. 16a, 1. Etage, rechter Gang, letztes Büro) und beteiligt euch an der politischen Arbeit, die wir machen. Wie viel Zeit ihr dabei in die Arbeit steckt und wo ihr eure persönlichen Schwerpunkte setzen wollt, bleibt euch überlassen. Wir haben kein festgesetztes Programm, in das ihr euch einfügen müsst, sondern sind offen für alle Themen.

Liebe Grüße
Euer PolBil-Team

Der AStA Uni Göttingen hat eine Petition zur Zivilklausel gestartet. Hier könnt ihr unterschreiben.

Aufruf zum Festival Contre le Racisme

Der AStA (Allgemeiner Studierendenausschuss) der Uni Göttingen wird vom 4. bis zum 15. Juni das festival contre le racisme (fclr) organisieren.
Initiiert wurde dieses Festival 1995 in Frankreich, in Deutschland wird es in diesem Jahr zum 9. Mal stattfinden. In Göttingen gab es bisher vereinzelte Veranstaltungen, nun soll es auf eine breitere Beteiligungsbasis gestellt werden. Unterstützt wird das fclr vom fzs (freier zusammenschluss von student*innenschaften) sowie vom BAS (Bundesverband Ausländischer Studierender). Die genaue Ausgestaltung des Festivals wird allerdings den gestaltenden Gruppen vor Ort überlassen. In einem Mix aus Politik und Kultur soll ein Rahmen für Informationsveranstaltungen, Ausstellungen und weitere
Kulturveranstaltungen gegeben werden.

Auch der Göttinger AStA wird Veranstaltungen organisieren, doch würden wir uns freuen, wenn ihr bei der Planung und Umsetzung dieses Festivals mit uns zusammenarbeiten würdet.


Deutschland ist der drittgrößte Waffenexporteur weltweit. Für die militärische Forschung werden auch finanzielle Mittel aus dem Bundesministerium für Verteidigung (BMVg) an zivilen Hochschulen investiert. Dies ist zum einen der Fall, weil man teilweise von einer Unterfinanzierung der Universitäten durch Mittel der Länder sprechen kann und so eine attraktive Drittmittelaquirierung zu Stande kommt. Bei einigen Projekten kommt auch ein so-genannter “dual use”-Fall vor. So können Forschungsgegenstände, die für die zivile Nutzung vorgesehen sind durch geringe Veränderungen auch militärisch genutzt werden. Dieser Tatsache sollten Wissenschaftler*innen und Forscher*innen sich jedoch stets bewusst sein.

Ein Makel der Politik der Hochschulen ist es, dass Umfang, Verwendung und Herkunft der Forschungsmittel oftmals nicht genau nachzuverfolgen sind. Denn jene Stellen, die Kenntnisse darüber haben, machen diese ungern öffentlich. Es kann davon ausgegangen werden, dass auch hier in Göttingen wehrmedizinische Forschung stattfindet.

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